La Baie: Eine Jubiläums-Wanderung durch die kanadische Wildnis

Es soll Wale geben heute morgen. Ich mache mich früh und heimlich aus den Federn.

Ich sehe aber keine Wale – leider.

Dafür kommt der Lotse an Bord.

Wir biegen nämlich in den Sankt Lorenzstrom ein.

Schließlich erwacht auch Silke, überrascht – als hätte man ihr einen Bären aufgebunden.

Das Bordmaskottchen ist zu Ehren des Geburtstagskindes zu Besuch.

Die beiden frühstücken miteinander, während wir den riesigen Strom durchpflügen.

Es gibt Nichts zu sehen, was man ja selten sieht. Drum fotografiere ichs gleich.

Hier soll der Indian Summer besonders farbenprächtig sei. Aber jetzt ist Sommer, nicht Herbst.

Aber dafür ist das Wasser besonders blau. Das ist doch was.

Immerhin lassen wir uns von Christian zum Geburtstag fotografieren und ein solches Orginal hat ja auch nicht jeder zuhause.

Die Felsen hier sind spektakulär. Oder ist es die Luft dazwischen, ohne die die Felsen auch nicht spektakulär wären.

Bald sollte man die Jungfrau von Saguenay erblicken, aber noch lässt die Schöne auf sich warten.

Ihr vermutet sie oben, aber sie – ganz in Weiß – steht hinter Euch!

Es ist kühl heute morgen und die Passagiere zurren die Wärme fest.

Dann lassen sie heimlich hinter unserem Rücken ein Schlauchboot steigen. Wozu? Warum?

Phillipp macht den Grund dafür über dem Wasser aus: Dort fliegt die Borddrohne! Echt? Wo?

Na dort! Sie filmt uns. Für den Reisefilm.

Dann sputen wir uns, nach La Blaie zu kommen, denn die Zeit drängt und der Erball ist groß.

Zur Begrüßung erwarten uns Stelzentänzer. Gespenstisch!

Wir eilen in das Fjordmuseum, wo Silke ein Haiei bestaunt. Nein, das ist kein Tippfehler.

Bei uns verteufelt man die Wirtschaftsflüchtlinge, hier kommen sie als Pioniere ins Museum.

Dann fahren wir per Taxi zum Naturpark. Oh guck mal, der Kleine. Wie gemein! Sind die im Wald denn nicht unentbärlich?

Wir überqueren die Straße und flitzen ein Bachbett hinauf. Nichts besonderes, aber nach dem vielen Schiff tut das Grün ganz gut.

Das Wasser tost in die Tiefe. Wohin sollte es sonst tosen?

Nie wieder vergesse ich Putzzeug für Objektive! Das schwöre ich. Im Gegenlicht sind Fingerdapper unerträglich.

Dann wird es seichter, aber dafür gibt es Bremsen, das ist nicht so schön.

Wir müssen zurück. Hüh, Pferd, mach hinne.

Weiblichen Ruhe und Charme ist kein Kraut gewachsen. Nach wenigen Minuten schon willigt ein junges Paar ein, uns mit zum Hafen zu nehmen.

 

Wir können sogar noch schnell eine Flasche Wein kaufen, beim Kanadier ums Eck sozusagen.

Sogar für ein wenig Salsa ist noch Zeit. Die Kanadier sind ein musikalisches Volk wie mir scheint.

Dort liebt unser Böötchen (wie schreibt man das?), was für ein hübscher Versprecher. An Bord, an Bord – der allabendliche Alltag ruft.

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